Segel WM in England

Wir waren dabei! Hier ein Bericht von Vivien:

Samstag

Heute Morgen sind wir alle voller Motivation um 7:45 zum Frühstück gelaufen, einige sogar schon in ihrem Neoprenanzug. Anschließend ging es direkt zu den Booten. Es war bereits ein riesiges Durcheinander vor Ort und alle eilten hektisch umher. Taktisch gut überlegt war die Positionierung unserer Feven direkt an der Slip-Bahn, um möglichst schnell ins Wasser zu gelangen. Allerdings musste sich jeder Segler vor dem Ablegen ein Armband mit zugewiesener Nummer abholen, was bei 370 Personen – wie zu ertwarten war – zu einer Schlange mit langer Wartezeit führte. Als jeder sein Armand hatte und das Singal zum Ablegen  erklang, ging es bei uns zügig aufs Wasser, während andere noch Ewigkeiten an der Rampe warten mussten. 

Im Regattagebiet angekommen, ist plötzlich die Fock von Sander und Leon mit einem lauten Knall abgefallen. Anscheinend ist die Kugel, an der die Fock oben befestigt wird, zerbrochen. Zum Glück konnten wir das Problem noch schnell vor dem Start beheben.

Insgesamt starteten 185 Feven, aufgeteilt in drei Gruppen.
Es war für uns völlig ungewohnt, an einer Startlinie mit 60 anderen Booten zu starten. Zudem stellte sich heraus,  dass sich die drei Gruppen während der Regatta auf verschieden Kursen dennoch in die Quere kamen. Dies führte teilweise zu Unübersichtlichkeit und Verwirrung. Ein weiterer Nachteil davon waren schlechte Windverhältnisse, die durch die vielen anderen Segel erzeugt wurden. Aber trotz alledem haben die heutigen drei Wettfahrten uns allen viel Spaß gemacht und auch über unsere Platzierungen haben wir uns gefreut. 

Für morgen hoffen wir auf weitere gute Wettfahrten, die entscheiden werden, wer von uns in welcher Gruppe segeln wird (Bronze, Silber oder Gold).

Sonntag

Heute waren die Segelbedingungen härter als gestern, es gab mehr Wind und höhere Wellen. Aus diesem Grund gab es bei den meisten von uns die ein oder andere Kenterung. Danach wurde aber immer konzentriert weiter gesegelt. Mats und Meena gingen sogar trotz ihrer Kenterung in einem Rennen als 10. durch das Ziel. 
Am besten fanden wir alle die Gennaker-Kurse, weil wir da mit diesen Windverhältnissen extrem schnell waren und häufig noch einige Boote überholen konnten. 


Nach den heutigen drei Wettfahrten wurden die Platzierungen und die jeweilige Fleet bekanntgegeben.  
Mats und Meena haben es geschafft, als einziges deutsches Team in die Gold-Fleet zu kommen! Nike und Tobi sind genau so wie Sander und Leon in der Silber-Fleet. Leider konnten Peer und Felix heute zwei Wettfahrten nicht mitsegeln und sind somit in der Bronze-Fleet. 

Nach dem schönen Regattatag sind wir noch in die Stadt gefahren. Zu unserer Verwunderung mussten wir allerdings feststellen, dass Sonntags alle Geschäfte geschlossen haben. Wir sind trotzdem ein wenig in der Stadt umhergegangen und anschließend zum Campingplatz gefahren. Zum Abendessen gab es Nudeln mit sehr leckerer Soße. 
Einige von uns waren nach so einem lange und anstrengenden Tag danach immer noch nicht müde und haben noch Basketball gespielt. 

Morgen können wir etwas ausschlafen, da die Wettfahrten erst um 13:30 Uhr beginnen.

Montag:

Nachdem wir heute eine Stunde Startverschiebung hatten, in der wir uns gemütlich auf Sitzsäcken ausgeruht haben, ging es aufs Wasser. Die Gold-Fleet hatte den ersten Start um 14:30 Uhr. In dieser Wettfahrt haben Mats und Meena sich den 5. Platz erkämpft! Auch bei Nike und Tobi liefen die heutigen Rennen richtig gut. Sie sind momentan auf dem 14. Platz in der Silver-Fleet!
Es war ein sehr schöner Segeltag mit guten Windverhältnissen und vor allem die Gennaker-Kurse haben wieder total viel Spaß gemacht. 
Wegen der Startverschiebung sind wir erst relativ spät am Zeltplatz angekommen. Dort gab es direkt köstliches Hühnerfrikassee mit Reis. Nach dem Essen hatten wir wieder genug Energie, um noch ein wenig Basketball zu spielen.

Dienstag 

Gestern Morgen haben wir schon um 7:00 Uhr angefangen, unsere Sachen zu packen und die Zelte abzubauen. Danach gab es Frühstück und im Abschuss sind wir zum Hafen gefahren. Nachdem wir uns alle schon Segelsachen angezogen haben und die Boote aufgetakelt haben, kam das Signal für eine Startverschiebung. In der Zeit haben wir mit den Niederländern ein Crab-Race durchgeführt mit Krabben, die wir von der Slip-Bahn gerettet haben 🦀 
Danach ging es doch noch aufs Wasser. Am Anfang war ziemlich wenig Wind, der sich innerhalb des ersten Rennens aber verstärkt hat. Die zwei Wettfahrten liefen bei uns allen gut. 

Mats und Meena sind als bestes deutsches Team insgesamt auf dem 31. Platz in der Gold-Fleet! 

Sander und Leon haben es geschafft, am letzten Race-Day noch Nike und Tobi zu überholen. Sie sind auf dem 29. Platz in der Silver-Fleet und Nike und Tobi knapp dahinter auf dem 33. Platz.

Peer und Felix endeten auf dem 56. Platz in der Bronze-Fleet. 

Dabei-Sein war das größte!

Hier ist der Link zu den Platzierungen: https://www.sailwave.com/results/WPNSA/2022_RS_Feva_Worlds/RS-Feva-World-Championship.htm#

Als die Rennen zu Ende waren, haben wir uns sehr mit dem Abbauen beeilt, um noch die Fähre zu bekommen. Leider mussten wir schon vor der Siegerehrung losgefahren. 

Es war ein sehr schönes Event!