Eine Frau als Papst?

Schule trifft Kultur: Ausstellung zum Musical „Die Päpstin“

Im Rahmen des Förderprogramms „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“ startet am Gymnasium Schloss Plön ein spannendes Geschichts- und Kulturprojekt: Unter dem Titel „Eine Frau als Papst? Die Geschichte des Papsttums“ gestalten Schülerinnen und Schüler des Geschichtsprofils des 11. Jahrgangs eine digitale Plakatausstellung.

Passend zur Premiere des Schulmusicals „Die Päpstin“ im Juni 2026 entsteht unter der Leitung von Frau Belker eine Begleitausstellung, die sich mit der Geschichte des Papsttums, mittelalterlichen Geschlechterrollen und der Frage nach Mythos und historischer Wahrheit auseinandersetzt.

Gemeinsam mit der Künstlerin Elena Prochnow entwickeln die Jugendlichen großformatige digitale Plakate im DIN-A0-Format. Dabei verbinden sie historische Recherche, Quellenarbeit und kreative Gestaltung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Legenden entstehen und warum bestimmte Erzählungen – wie die Geschichte einer weiblichen Papstfigur – bis heute weiterleben. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei zwischen Quelle, Legende und späterer Konstruktion zu unterscheiden und setzen sich kritisch mit Erinnerungskultur, Macht und Geschlechterrollen im Mittelalter auseinander.

Zum Projekt gehört außerdem eine Exkursion in das Museum des Kreises Plön, bei der auch regionale Geschichte zur Zeit des Mittelalters und der Slawen in den Blick genommen wird.

Die fertigen Plakate werden zunächst rund um die Musicalpremiere in der Schule präsentiert und anschließend voraussichtlich im Kreismuseum Plön ausgestellt. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung über die Schulhomepage, Social Media und die lokale Presse geplant.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie historisches Lernen, kulturelle Bildung und kreative Eigenverantwortungmiteinander verbunden werden können. Besonders wertvoll ist dabei die enge Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, die Themenwahl, Gestaltung und Öffentlichkeitsarbeit eigenständig mitentwickeln.

Wir freuen uns sehr auf diese besondere Verbindung von Geschichte, Kunst und Theater.