„Die Päpstin“ am GSP: Ein Musical-Ereignis, das lange nachhallt
Sechs Vorstellungen, sechsmal ausverkauftes Haus, rund 1.140 Zuschauerinnen und Zuschauer: Mit „Die Päpstin“ hat das Gymnasium Schloss Plön (GSP) in diesem Jahr erneut bewiesen, dass Schultheater weit mehr sein kann als ein netter Rahmen für den Schuljahresabschluss. Zwischen dem 19. und 26. Juni 2026 – inklusive eines kurzfristig angesetzten Zusatztermins am 25. Juni – verwandelte sich die Aula in das mittelalterliche Rom und erzählte die Geschichte der Johanna, die, als Mann verkleidet, bis an die Spitze der katholischen Kirche aufsteigt.
Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler standen in diesem Jahr auf und hinter der Bühne und gaben alles für eine besondere Produktion. Über 100 handgefertigte Kostüme, aufwendiges Licht- und Videodesign, eine große Live-Band, ein beeindruckendes Bühnenbild und der Schul-Chor sorgten für ein Gesamterlebnis, das weit über den Schulalltag hinausging. Die Titelrollen übernahmen im Wechsel Svea Stegmaier und Johanna Bustorf. Hinter der Produktion stand ein eingespieltes Leitungsteam: Michael Nentwig verantwortete Produktion, Bühnenbild und Regie, Bo Boj Klupp die musikalische Leitung, Danny Senger die Choreografie und Merlan Bromisch die Technik. Neu im Team war Claudia Harwart-Liske als Leiterin der Kostüm-Schneiderei.
Schon der erste Eindruck überzeugte: Über 25 jugendliche Darstellerinnen und Darsteller trugen die Handlung mit bemerkenswerter Präsenz. Gesanglich boten vor allem die weiblichen Hauptrollen starke Momente. Getragen wurde die Aufführung von einem großen, Orchester aus Schülerinnen, Schülern und Eltern – ein Kraftakt vom Leiter Bo Boj Klupp, der hörbar Früchte trug.
Choreografisch setzte Danny Senger anspruchsvolle, dynamische Akzente, ergänzt um einen zauberhaften Solotanz. Optisch war die Inszenierung ein echtes Erlebnis: Gestaffelte Leinwände ließen durch stimmungsvolle Projektionen 25 verschiedene Schauplätze entstehen, während ein zentrales, wandelbares Treppenrund die Szenerie immer wieder neu formte – bis es am Ende zum Thron der Päpstin wurde, gekrönt vom Ausruf „Hier stehe ich – in allem was ich bin“ auf seinem Gipfel. Licht und Ton arbeiteten mit über 20 Headsets und mehr als 15 Instrumenten auf professionellem Niveau.
Zu den zahlreichen emotionalen Höhepunkten zählte die Krönungsszene auf dem Petersplatz ebenso wie der stille, bedrückende Epilog, in dem sich Rabanus und ein kleines Mädchen auf der leeren Bühne begegnen – eine berührende Regieidee, die noch lange nachwirkt. Trotz des schweren Themas endete jede Vorstellung mit Standing Ovations; das Publikum ließ sich sichtlich mitreißen.
Besonderen Dank verdient Bo Boj Klupp, der das Orchester zu Höchstleistungen führte, sowie das Regieteam, das die Produktion mit Umsicht und Ideenreichtum zu einem visuellen Fest machten. Auch das zahlreiche Feedback auf dem schuleigenen Padlet „Briefe an die Päpstin“ spiegelt die Begeisterung wider – von Familien und ehemaligen Schülerinnen und Schülern bis hin zu internationalen Gästen, die trotz Sprachbarriere von der Aufführung berührt waren.
Mit „Die Päpstin“ hat das GSP erneut gezeigt, wozu Schultheater fähig ist, wenn Engagement, Talent und Teamgeist zusammenkommen.






















„Briefe an die Päpstin“

Musical AG – Große Bühne, großes Team
Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler stehen in diesem Jahr auf und hinter der Bühne und geben alles für eine besondere Produktion. Über 100 handgefertigte Kostüme, aufwendiges Licht- und Videodesign, eine große Live-Band, ein beeindruckendes Bühnenbild und der Schul-Chor sorgen für ein Gesamterlebnis, das weit über den Schulalltag hinausgeht.
Die Titelrollen übernehmen Svea Stegmaier und Johanna Bustorf. Hinter der Produktion steht ein eingespieltes Leitungsteam: Michael Nentwig verantwortet Produktion, Bühnenbild und Regie, Bo Boj Klupp die musikalische Leitung, Danny Senger die Choreografie und Merlan Bromisch die Technik. Neu dabei ist Claudia Harwart-Liske als Leiterin der Kostüm-Schneiderei.
Der Abend beginnt um 18:00 Uhr mit einer Stückeinführung durch den Plöner Historiker Prof. Dr. D. Kraack.
Begleitprojekt: „Eine Frau als Papst?“
Parallel zur Aufführung präsentiert das Gymnasium Schloss Plön im Rahmen des Förderprogramms „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“ eine digitale Plakatausstellung in der Cafeteria. Unter der Leitung von Frau Belker beleuchten Schülerinnen und Schüler des Geschichtsprofils des 11. Jahrgangs unter dem Titel „Eine Frau als Papst? Die Geschichte des Papsttums“ (hier klicken) ein faszinierendes Kapitel europäischer Geschichte.
Einlass ist um 17:30 Uhr: Sichern Sie sich die besten Plätze. Schlendern Sie durch die Ausstellung. Lassen Sie sich vom Abitur-Jahrgang 27 kulinarisch verwöhnen.
Termine:
Freitag 19.06.2026
Samstag 20.06.2026
Montag 22.06.2026
Dienstag 23.06.2026
Donnerstag 25.06.2026 (NEU!!!)
Freitag 26.06.2026
Das Stück endet gegen 22:00 Uhr.
Trigger-Warnung: Es enthält Themen und Szenen, die nicht für kleine Kinder geeignet sind!
Sämtliche Einnahmen kommen der Musical-AG als Spende zugute.


