Schule des Jahres 2022

Ehrung am 06. Mai 2022 in Rendsburg

Die Ehrung der elf nominierten Schulen und die Preisverleihung für die Schule des Jahres 2022 waren eine sehr würdigende und spannende Veranstaltung in einem schönen Ambiente. Die Leistungen des GSP während der Pandemie wurden sehr wertschätzend und lobend hervorgehoben. Wir acht Abgesandten aus Schüler:innen-, Eltern-, Lehrer:innenschaft waren stolz, unsere Schule dort vertreten zu dürfen. Auch wenn wir dieses Mal keinen Preis gewonnen haben, fühlen wir uns geehrt, in den engen Kreis der Nominierungen in Schleswig Holstein gelangt zu sein. Vielen Dank allen, die so viel Energie und Herzblut in die Bewerbung gesteckt haben und nicht in Rendsburg dabei sein konnten!

Ehrung als eine von elf nominierten Schulen

Wir sind nominiert!

Als eine von 11 Schulen in SH sind wir nominiert worden, uns in der nächsten Runde direkt einem Auswahlgremium vor Ort zu stellen. Allein das ist eine Auszeichnung für uns und unsere Arbeit an unserer Schule! Wahrscheinlich wird der Präsentationstermin Ende Februar sein:

“Unter dem Motto „Lernen aus der Pandemie“ wird (…) zum fünften Mal die „Schule des Jahres Schleswig-Holstein“ ausgelobt. Mit diesem Schulpreis werden herausragende Leistungen schleswig-holsteinischer Schulen in besonderer Weise gewürdigt. (…)” (IQSH)

2022 geht es um den Umgang der Schulen mit den Herausforderungen der Pandemie. Wir finden, dass uns viele Dinge sehr gut gelungen ist, und haben uns daher beworben.


Medien-Information 

Donnerstag, 20. Januar 2022 

Schule des Jahres 2022: ‚Lernen in der Pandemie‘ – elf Schulen sind für den Preis nominiert 

KIEL. Elf Schulen unterschiedlicher Schularten haben die Chance auf den Titel „Schule des Jahres 2022“. In dieser Woche wurden sie von der Jury für den Schulpreis nominiert. Vier Perspektivschulen wurden außerdem für den Sonderpreis des Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Der diesjährige Preis steht unter dem Motto „Lernen aus der Pandemie“. Seit mehr als zwei Jahren müssen alle an Schule Beteiligten mit stark veränderten Rahmenbedingungen umgehen; zeitweise konnte nur aus der Distanz unterrichtet werden. „Das stellt die Schulen vor enorme Herausforderungen, zum Beispiel in der Organisation, im Bereich Lehren und Lernen und vor allem darin, den Kontakt zu und zwischen allen Beteiligten zu halten“, sagte Bildungsministerin Karin Prien heute (20. Januar) in Kiel. „Die Pandemie hat unseren Alltag verändert – in einer Dynamik, die wir vorher nicht für möglich gehalten hätten. Diese Dynamik wollen wir jetzt nutzen, um unser Bildungssystem in die Zukunft zu führen. ,Lernen aus der Pandemie‘ ist deshalb nicht nur das Motto dieses Wettbewerbs sondern auch das Thema der schleswig-holsteinischen KMK-Präsidentschaft im Jahr 2022.“ Nicht nur die Einreichungen für den Wettbewerb hätten gezeigt, wie entschlossen, kreativ und engagiert viele Schulen im Land mit der neuen Situation umgegangen seien. „Ihre Erfahrungen wollen wir für die zukünftige Schul- und Unterrichtsgestaltung mitnehmen, verbreiten und gemeinsam weiterentwickeln“, so Ministerin Prien. Dazu dienten unter anderem auch die vier Regionalkonferenzen mit allen an Schule beteiligten Gruppen. 

Im Rahmen des Schulpreises werden die Leistungen der Schulen in Zeiten der Pandemie mit drei Preisen gewürdigt: Der 1. Preis ist mit 12.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 8.000 Euro und der 3. Preis mit 6.000 Euro. Zusätzlich vergibt Ministerpräsident Daniel Günther einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro für Perspektivschulen  in diesem Jahr für ein besonders wirksames Projekt zur Begegnung negativer Auswirkungen von COVID-19- bedingten Schulschließungen. Als Perspektivschulen wurden 62 Schulen im Land bestimmt, welche sich in besonders herausforderndem sozialen Umfeld befinden. Diese Schulen erhalten verstärkte finanzielle Unterstützung, die den Schulen dabei helfen, die Chancengerechtigkeit für Schülerinnen und Schüler zu steigern, das Wohlbefinden aller an Schule Beteiligten zu erhöhen sowie eine Verbesserung der Leistungen der Lernenden zu fördern. 

Für den Schulpreis 2022 haben sich in diesem Jahr 30 Schulen beworben. Unter ihnen sind 11 Grundschulen, 9 Gemeinschaftsschulen (davon mit 3 mit Oberstufe), 2 Grund- und Gemeinschaftsschulen sowie 4 Gymnasien (davon eines mit Gemeinschaftsschulteil), ein Regionales Bildungszentrum sowie 3 berufsbildende Schulen. Jede Bewerbung wurde von mindestens 4 Personen der insgesamt 35-köpfigen Jury bewertet. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der Wirtschaft, von Schulleitungen bisheriger Preisträger, von Landeseltern- und Landesschülervertretungen, des Bildungsministeriums sowie des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig- Holstein

Folgende Schulen wurden nominiert (alphabetisch sortiert): 

1. Berufliche Schule Niebüll (Kreis Nordfriesland) 

2. Berufliche Schule Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) 

3. Friedrich-List-Schule (Berufliche Schule der Hansestadt Lübeck) 

4. Goethe-Schule Flensburg (Gymnasium) 

5. Gorch-Fock-Schule Kappeln (Grundschule, Kreis Schleswig-Flensburg) 

6. Grundschule am Störtal (Gemeinde Oelixdorf im Kreis Steinburg) 

7. Grundschule Tangstedt (Kreis Pinneberg) 

8. Gymnasium Schloss Plön (Kreis Plön) 

9. Inselschule Fehmarn (Gemeinschaftsschule mit Oberstufe und Förderzentrumsteil der Stadt Fehmarn) 

10. Schulzentrum Sylt (Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil des Schulverbandes Sylt) 

11. Theodor-Storm-Schule (Gymnasium in Husum, Kreis Nordfriesland) 

Für den Sonderpreis wurden folgende Perspektivschulen vorgeschlagen: 

1. Grundschule Ramsharde (Flensburg) 

2. Holstentor-Gemeinschaftsschule (Lübeck) 

3. Schule Altstadt (Gemeinschaftsschule der Stadt Rendsburg) 

4. Theodor-Storm-Schule (Gemeinschaftsschule der Stadt Bad Oldesloe) 

Alle 15 nominierten Schulen werden im Februar und März von bis zu sechs Jurymitgliedern besucht, die den Unterricht beobachten, Gespräche mit der Schulleitung, mit Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern führen und die Schule nach festgelegten Kriterien beurteilen. Dabei geht es darum, den Eindruck, den die Jury aus den Bewerbungsunterlagen erhalten hat, zu untermauern. 

 


Dies waren die Fragen und unsere Antworten:

1. Beschreiben Sie Ihre großen Herausforderungen, die Ihnen während des Distanzlernens begegnet sind. Wie sind Sie damit umgegangen? 

Obwohl es am Gymnasium Schloss Plön (GSP) seit Herbst 2019 ein kontinuierlich weiterentwickeltes Medienkonzept gibt, das sowohl ein Mediencurriculum für alle Fächer in Bezug auf die KMK-Strategie “Bildung in der digitalen Welt”, einen Ausstattungsplan und einen Fortbildungsplan – mit schulinternen Webinaren, Mikrofortbildungen und seit 2021 auch einem beginnenden Barcamp – umfasst, gestalteten die fehlende Infrastruktur und Erfahrung im Umgang mit digitalem Unterricht die ersten Wochen im Lockdown ab dem 16.3.2020 für Schülerinnen und Schüler (SuS) sowie Lehrkräfte herausfordernd.

Die im Schulmedienkonzept verankerten Überlegungen und Prozesse zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien, zum Lernen mit und über Medien wurden durch die fehlende reale Verbindung zwischen virtueller und materieller Welt, zwischen Lehrenden und Lernenden, in Frage gestellt.

Schwierigkeiten bei der technischen Umsetzung von Videokonferenzen, sehr große unterschiedliche Arbeitsbelastungen zum einen bei den Lehrkräften durch die Fächer, die eine Lehrkraft unterrichtet, oder durch die individuelle Affinität digitalen Medien gegenüber, zum anderen bei den SuS durch das Elternhaus, aber auch durch die Zusammensetzung eines Klassenkollegiums, mangelnde Erfahrung beider Seiten mit den bereitgestellten Möglichkeiten z.B. von IServ erwiesen sich als große Herausforderungen beim Distanzlernen.

Im Laufe der Zeit jedoch kristallisierte sich ein wesentlicher Faktor als Grundursache aller Probleme heraus: Die Pandemie führte zu einer eingeschränkten Kommunikation zwischen SuS, Lehrkräften und Eltern. Virtuelle Wege der Kommunikation unter den SuS, aber auch innerhalb eines Klassenkollegiums wurden ausgebaut und strukturiert, aber die persönliche Begleitung des Lernprozesses, eine auch non-verbale Reaktion auf persönliche Schwierigkeiten, das direkte Erkennen individueller Misserfolge oder gar die Förderung von Kreativität waren im Distanzlernen nur schwer möglich.


2. Mit welcher Herausforderung der Pandemie sind Sie besonders gut umgegangen? 

Durch die Pandemie wurde deutlich, dass es sowohl SuS gibt, die durch gute Eigenorganisation und/oder durch gute Elternbetreuung sehr gut in der Lage sind, sich eigenständig den Lehrstoff – auch bei nur geringer Lenkung – zu erarbeiten, jedoch auch solche, die weder den zu lernenden Stoff noch die eigene Tageseinteilung bewältigen können.

Im Distanz- oder Wechselunterricht wurden die letztgenannten Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus in die Schule gebeten. Dort arbeiteten sie unter Aufsicht und mit Betreuung im Rahmen des Stundenplans an den gestellten Aufgaben oder nahmen wie ihre Mit-SuS an Videokonferenzen teil. Auf diese Weise gelang es, zumindest den Tagesablauf der betroffenen Personen und damit dann auch ihre Gesundheit und ihren Arbeitseinsatz zu verbessern.

Jugendlichen, die durch die Corona-Bedingungen den fachlichen Anschluss an die Lerngruppe verloren haben, wurde zu den Sommerferien ein Förderplan in den entsprechenden Fächern gestellt. Ebenso wurden im Rahmen des “Lernsommers” Angebote am GSP gemacht. 

Für die Klassenstufen 5 und 6 gibt es täglich eine Hausaufgabenbetreuung bis 15:00 Uhr.

Seit Anfang September gibt es von Montag bis Donnerstag jeden Tag in der 7. und 8. Stunde diverse Förder-“Arbeitsstunden” in den verschiedenen Fächern und Klassenstufen. Diejenigen SuS mit Förderbedarf werden direkt zu diesen eingeladen. Bei Zustimmung der Eltern nehmen sie verpflichtend mindestens bis zu den Halbjahreszeugnissen an den von Lehrkräften und älteren SuS individualisiert angebotenen Stunden teil. Auch SuS, die sich verbessern wollen, sind willkommen. Das Interesse an dem Angebot wächst, die SuS zeigen sich dankbar für die Hilfe. (z.Zt. 112 SuS)

Für Jugendliche, die mit der Sozialisierung in wieder größeren Gruppen Probleme haben, gibt es Integrationsmaßnahmen wie die Abenteuer- (Jg. 5) oder Kennenlerntage (Jg. 7), Präventions- maßnahmen, die Schulsozialarbeit und die Gespräche mit dem Beratungslehrer.


3. Welche Stärken Ihrer Schule haben Ihnen dabei geholfen, gut durch die Zeit der Pandemie zu kommen? 

Die Stärken des GSP konzentrieren sich auf drei Bereiche:

– Die sehr gute technische Ausstattung mit digitalen Endgeräten – schuleigenen sowie “Bring-Your-Own-Device”, in Sek I eingebunden in ein Mobile Device Management (MDM) -, die Möglichkeit, Leihgeräte auszugeben, IServ, gute WLAN-Ausleuchtung, technische Betreuung durch einen Administrator des Schulträgers im Haus, engagierte Kolleginnen und Kollegen sowie einem durchdachten Medienkonzept inklusive Lernzielen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Endgeräten, mit Smartphones und für das Verhalten in Videokonferenzen. 

Trotz der Bausituation die Möglichkeit, drei unterschiedliche Gebäude nutzen zu können, so dass in den Häusern und auf dem Schulhof eine räumliche Trennung in Kohorten stattfinden konnte.

– Die Bedeutung und Förderung der Kreativität am GSP nicht nur beim Angebot von Sport, Wassersport, Musik und Kunst in der Distanzlernphase, sondern auch durch das durchgängige Angebot z.B. einer digitalen Kunst-AG oder digitaler Musikproben, die zu einem digitalen- wie auch zu live- Schulhofauftritten führten.

Die Kreativität der Lehrkräfte auch z.B. in Filmgrüßen an die Abiturienten wurde ergänzt durch diejenige der SuS, die nicht nur ihre digitalen Kunstwerke veröffentlichten, sondern z.B. umfassende und erfolgreiche Filme über die öffentliche Probe des “nie aufgeführten Schulmusicals”, ihr Training für das Schulfach Rudern/Segeln oder ihr Abitur drehten.

– Die gelebte Schulgemeinschaft am GSP, in der SuS und Lehrkräfte miteinander an Lerninhalten wie auch an der Lösung von individuellen Problemen arbeiten, sich gegenseitig wertschätzen und respektieren, darauf achten, wie sich andere fühlen, und versuchen, auf die unterschiedlichste Weise daran zu arbeiten, dass persönliche, soziale oder unterrichtliche Schwierigkeiten – auch mit Hilfe der Eltern oder externer Experten – bewältigt werden.


4. Welche Erfahrungen begreifen Sie heute als Chance für künftige Herausforderungen? 

Im ersten Lockdown, aber auch im Distanz- bzw. Wechselunterricht im vergangenen Schuljahr haben SuS, Eltern und Lehrkräfte erfahren, wie wesentlich eine persönliche, direkte Kommunikation und Kollaboration für das Gelingen der Aufgabe von Schule ist, SuS “zu einer aktiven und verantwortlichen Teilhabe am kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, beruflichen und wirtschaftlichen Leben zu befähigen.” (KMK 2017, S.10).

Digitale Kommunikation funktioniert, erfordert aber eine hohe Eigenmotivation und Selbstverantwortung jedes Teilnehmers. Ohne die aktive Unterstützung von Eltern oder einem hohen Grad eigenverantwortlicher Motivation, die Aufgaben zu erledigen, ist ein Lernerfolg nur wenigen SuS möglich. Die Schere zwischen Lernerfolg und -misserfolg klafft weiter auseinander.

Am GSP haben wir erfahren, dass die meisten SuS im Distanzunterricht eine klare Struktur ihres Tages benötigen, ebenso eine Aufgaben- und Feedbackstruktur, die transparent und präzise ist.

Die Kommunikation mit den SuS darf nicht nur über Videokonferenzen und Emails erfolgen, sondern muss in regelmäßigen Abständen persönlicher, direkter, per individueller Videokommunikation, per Telefon oder sogar durch Hausbesuche durchgeführt werden.

Leistung ist weniger wichtig als die Möglichkeit, sich überhaupt aktiv an Lernprozessen zu beteiligen. Die Öffnung eines Videochats nach Erarbeitung der Stundenziele in eine Art “Schulhof”, der den SuS die Kommunikation untereinander ohne Beisein der Lehrkraft ermöglicht, ist unseren Erfahrungen nach wichtig.

Die Gefahren, die im unbegrenzten, wenig kontrollierten Konsum der Angebote des Internets lauern, werden erst nach Aufhebung der Isolation eines Lockdowns deutlich, die Einflüsse von TikTok, Instagram oder Fortnite verwischen die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt. Hier ist eine noch engere Einbindung der Eltern wichtig, um eventuelle Konflikte lösen zu können.


5. Was nehmen Sie aus der vergangenen Zeit für Ihre aktuelle Schul- und Unterrichtsgestaltung mit (zum Beispiel Digitalisierung)? 

Mit digitalen Medien kann differenziert auf die Bedürfnisse der SuS eingegangen, Lernen kann optimal unterstützt und Stärken können gefördert werden, dennoch bleiben diese nur ein Werkzeug für den Lernprozess – im Fokus muss der Mensch und die intensive pädagogische Arbeit der Lehrenden bleiben. Die Pandemie hat uns sowohl die großen Möglichkeiten und Chancen des Einsatzes digitaler Medien, aber auch deren Grenzen gezeigt.

Durch Corona waren die Lernenden und Lehrenden in einer Situation, in der sich alle intensiv mit technischen Tools auseinandersetzen mussten; die in dieser Zeit erworbenen Erfahrungen ermöglichen nun ein Umsetzen der Visionen des Medienkonzepts wie auch eine gezieltere Begleitung der Lernenden und Lehrenden, die positiven Aspekte digitaler Medien zu nutzen. Hier können z.B. das SAMR-Modell oder die 6 Kompetenzbereiche der KMK-Strategie “Bildung in der digitalen Welt” ebenso helfen wie eine Bewusstmachung der “Vier Dimensionen der Bildung im 21. Jahrhundert” (Fadel et al. 2017, S. 77), Kernpunkt bleiben am GSP aber die vier Schlüsselkompetenzen Kreativität-Kritisches Denken-Kommunikation-Kollaboration.

Grundlagen für ein Umsetzen dieser Kompetenzen sind

-die Erarbeitung eines “Computerführerscheins” in den Klassenstufen 5/6

-der am GSP zum Sj. 20/21 eingeführte Informatikunterricht in Klassenstufe 7

-die große Zahl digitaler Endgeräte am GSP ab Klassenstufe 9 und in den Elternhäusern sowie die dank des Schulträgers sehr gute mediale Ausstattung der Klassen- und Fachräume

-das Mediencurriculum in allen Fächern und Jahrgängen

-das Einüben, Trainieren und Begleiten der zielgerichteten, ordnungsgemäßen und fairen Nutzung von digitalen Endgeräten (“Netiquette”, Handyordnung, Medienkonzept, Präventionsmaßnahmen, IServ, WebUntis, MDM)


6. Inwiefern hat die zurückliegende Zeit dazu beigetragen, die Kommunikation zwischen den an Schule beteiligten Personen zu gestalten? 

Die zurückliegende Zeit hat den Lernenden und Lehrenden wie auch den Eltern gezeigt, wie wichtig Schule in Präsenz ist und führte zu einer hohen Wertschätzung des Unterrichts. SuS freuen sich auf die Begegnung mit ihren Mit-SuS und den Lehrkräften, auf das gemeinsame Erleben, Lernen und Spielen, den persönlichen Austausch. Die Zeit der Präsenz wird von allen Beteiligten zu intensiven pädagogischen und persönlichen Gesprächen genutzt.

Kommunikation findet heute am GSP verstärkt auch digital statt, nicht nur das Telefon wird als Mittel der Kontaktaufnahme genutzt, sondern vermehrt Email oder Messengernachrichten in Klassen-, Gruppen- oder Lehrkräftechats.

Durch IServ und unsere stets aktuelle und spannende Homepage haben alle Mitglieder der Schulgemeinschaft die Möglichkeit, einzelne SuS oder Lehrkräfte, aber auch ganze Gruppen per Email oder in Videokonferenzen zu erreichen oder sich über Aktionen zu informieren.

Durch das digitale Klassenbuch auf WebUntis ist für alle einsehbar, welche Unterrichts- oder Vertretungsstunde von welcher Lehrkraft wo gegeben wird. Das Eintragen des Lernstoffs, fehlender SuS oder Hausaufgaben erfolgt digital. Stundenpläne, besondere Ankündigungen oder Aufgaben sind jederzeit überall einsehbar.

Konferenzen, kurze Dienstversammlungen oder Absprachen mit mehreren Personen können mittels Videokonferenz über IServ erfolgen, selbst Zeugniskonferenzen sind bei Bedarf als Mischform zwischen Präsenz und Videoanwesenheit möglich.

Trotz der umfassenden digitalen Möglichkeiten hat die zurückliegende Zeit aber vor allem gezeigt, dass nur eine digitale Kommunikation niemals ein persönliches Gespräch ersetzen kann.


7. Wie wollen Sie künftig die Phasen des Distanzlernens und des selbstorganisierten Lernens gestalten? 

Je länger die Präsenzzeit in Schleswig-Holstein dauert, desto besser werden SuS und Lehrende die erforderlichen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien verinnerlicht haben, wird eine größere Zahl SuS verantwortungsvoll mit selbstorganisiertem Lernen umgehen können und werden ländliche Infrastruktur und Rahmenbedingungen an den rasant gestiegenen Bedarf angepasst sein.

Im Falle einer künftigen Distanzlernphase werden wir am GSP folgende Erfahrungen gezielt von Beginn an umsetzen:

-klare Struktur des Schullebens durch den Stundenplan mit Unterricht wie in Präsenz: (kurze) Videokonferenzen zu Beginn einer Stunde, dann digitale Gruppen-oder Einzelarbeit, (Ergebnis-) Austausch per Video am Ende einer Stunde

-intensive, in Präsenz weiterhin geübte Nutzung der diversen Möglichkeiten von IServ mit Aufgabentool, News, Messenger, Email und kollaborativen Texten

-sofortige Wiedereinführung der Betreuung gefährdeter – sei es durch die persönliche Situation, mangelnde Selbstorganisation, Defizite im Lernstoff oder technische Probleme -, isolierter Jugendlicher an der Schule selbst

-eine klare, strukturierte Feedbackkultur unter den SuS wie auch zwischen Lehrenden und Lernenden oder Eltern unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Belastung z.B. der Lehrenden (Fächerkombination) oder der Lernenden (Aufgabenschwerpunkte)

-die Konzentration auf die Weiterführung einer guten Kommunikation mit Hilfe von “digitalen Pausenhöfen”, Einzel- oder Kleingruppenvideokonferenzen auch außerhalb des eigentlichen Unterrichts, regelmäßiger telefonischer Betreuung und bei Bedarf Hausbesuchen (am Gartenzaun).


8. Warum hat Ihre Schule es verdient, Schule des Jahres 2022 zu werden?