Schulabschlüsse

Abschlüsse

Informationen zur Einführungs- und Qualifikationsphase der Oberstufe und zum Abitur

(OAPVO, verkürzt und ohne Gewähr)

 

Die Zeit in der Oberstufe umfasst drei (höchstens vier, bei zusätzlichem Nicht-Bestehen des Abiturs maximal fünf) Jahre.

1. Ziel: Versetzung in die Qualifikationsphase

Einführungsphase: Im ersten Jahr der Oberstufe geht es vor allem darum, Grundlagen zu vertiefen, Kenntnisstände anzugleichen, grundlegende Arbeitsformen zu erlernen.

Wie in der Mittelstufe gibt es am Ende des E-Jahrgangs Ganzjahresnoten, die Noten zählen nicht für Abiturzulassung oder für die Abiturnote. Ziel ist die Versetzung in den Q1-Jahrgang. (Wortlaut OAPVO §2, 7: „Eine Schülerin oder ein Schüler ist versetzt, wenn die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind und kein Fach mit ungenügend benotet wurde. Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, kann die Klassenkonferenz den Aufstieg beschließen, wenn die Schülerin oder der Schüler eine erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase erwarten lässt.“)

 

Qualifikationsphase: vier Schulhalbjahre, aus denen die Leistungen einerseits gebraucht werden, um Abitur überhaupt machen zu dürfen (=Abiturzulassung) und aus denen sich zu 2/3 die Abiturdurchschnittsnote berechnet, dabei werden die Halbjahresnoten zusammengerechnet, Kurse mit 0 Punkten als Halbjahresnote gelten als nicht belegt, die Zeugnisnoten sind Halbjahresleistungen.

 

2. Ziel: Fachhochschulreife (schulischer Teil)

Nach dem ersten Jahr (also nach Q1) erlangt man den schulischen Teil der Fachhochschulreife, wenn bei jeweils einfacher Wertung:

  • in 17 Halbjahresleistungen mindestens 85 Punkte erzielt wurden, wobei für die Durchschnittsnote die Summe aller 17 Zeugnisnoten (in Punkten) noch •19/17 gerechnet werden muss
  • in 11 davon mindestens jeweils 5 Punkte erzielt wurden
  • mindestens zwei Halbjahresergebnisse mit je 5 Punkten aus Fächern mit erhöhtem Anforderungsniveau (eA) (Kernfächer, Profilfach)
  • in zwei Fächern mit eA insgesamt mindestens 20 Punkte erreicht werden
  • darüber hinaus müssen jeweils zwei Halbjahresleistungen enthalten sein aus (Kurse, die mit 0 Punkten bewertet wurden, gelten als nicht belegt):
    • Deutsch
    • fortgeführte Fremdsprache
    • Mathe
    • Profilfach
    • Bio/Phy/Che
    • WiPo/Ek
    • Geschichte
  • Und jeweils eine Halbjahresleistung aus
    • Rel/Phil
    • Ku/Mu

(Einige Noten erfüllen mehrere Bedingungen, um auf 17 Halbjahresleistungen zu kommen, werden dann die Noten weiterer Fächer herangezogen.)

Die vollständige Fachhochschulreife stellt die Schule aus, wenn nicht Abitur gemacht wird, sondern ein einjähriges Praktikum (oder mehrere Praktika von insgesamt einem Jahr Dauer), ein FSJ, eine Ausbildung nachgewiesen wird, diese Fachhochschulreife berechtigt dann zu einem Studium an einer Fachhochschule in fast allen Bundesländern.

 

3. Ziel: Zulassung zum Abitur

Es müssen 36 Kurse (=Halbjahresnoten) eingebracht werden, davon müssen mindestens 29 Kurse mit mindestens 5 Punkten abgeschlossen werden (also nicht mehr als sieben „Minus“-/„Fehl“-/„Unterkurse“).

Die Summe aller Punkte der 36 Kurse muss 200 betragen (die Halbjahresleistungen zählen einfach, die berechnete Summe aller Punkte aus den 36 Halbjahresleistungen • 40/36). Eingebracht werden müssen folgende Noten aus Q1 und Q2:

  • alle Noten der Prüfungsfächer (schriftliche und mündliche Prüfungsfächer)
  • alle Noten der Kernfächer (D, M, E)
  • vier Noten aus den Naturwissenschaften (Bio, Phy, Ch)
  • vier Noten aus profilergänzende Fächer (dabei ist auch eine Kombination aus beiden peF möglich)
  • eine Note aus einem ästhetisches Fach (Ku oder Mu)
  • zwei Geschichtsnoten
  • zwei Erdkunde-oder WiPo-Noten
  • zwei Religions- oder Philosophienoten

Durch das Einbringen von Noten eines Faches können mehrere Bedingungen erfüllt werden (z.B. Profilfach Biologie im n-Profil deckt die Bedingung „vier Noten aus den Naturwissenschaften“ ab, das Einbringen von vier Geschichtsnoten im s- und g-Profil deckt die Bedingungen „vier Noten aus profilergänzende Fächer“ und „zwei Geschichtsnoten“ ab).

Da das noch nicht 36 Noten sind, wird mit Noten aus weiteren oder denselben Fächern aufgefüllt, darunter dürfen maximal drei Sportnoten sein.

Diese Punktsumme bildet Block I der Abiturnote (maximal erreichbare Punktsumme: 600).

 

4. Ziel: Bestehen der Abiturprüfung:

Aufgabenfelder: Jedes Aufgabenfeld muss in der Abiturprüfung vertreten sein.

I: D, F, L, E, Ku, Mu                             II: G, Ek, WP, Rel, Phil                      III: M, Bio, Phy, Ch

Gewählt werden vier oder fünf Prüfungen (Wahl zu Beginn von Q2) so, dass alle drei Bereiche abgedeckt werden:

  1. Kernfach (schriftliche, zentral)
  2. Kernfach (schriftlich, zentral)
  3. Profilfach (schriftlich, dezentral)
  4. mündliche Prüfung oder Präsentationsprüfung (kein Kern- oder Profilfach)

ggf. 5. mündliche Prüfung (kein Kern- oder Profilfach)

Bei vier Prüfungen zählen die einzelnen Noten fünffach, es müssen mindestens 100 Punkte erreicht werden und mindestens zwei Prüfungen müssen mit mindestens 5 Punkten bestanden sein.

Bei fünf Prüfungen zählen die einzelnen Noten vierfach, es müssen mindestens 100 Punkte erreicht werden und mindestens drei der fünf Prüfungen müssen mit mindestens 5 Punkte bestanden sein.

Diese Punktsumme bildet Block II der Abiturdurchschnittsnote und es können maximal 300 Punkte erreicht werden.

 

Wichtig zu wissen:

Noten werden jetzt in Punkten ausgewiesen:

15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
1 2 3 4 5 6

 

Im E-Jahrgang ist erst ein Fach, das mit 3 Punkten im Zeugnis bewertet wird, „negativ“.

In der Q-Phase zählt die Zeugnisnote 4 Punkte (also schwach ausreichend) schon als „negativ“ und ist damit ein „Fehl-/Minus-/Unterkurs“.